Eheschliessungen innerhalb der Familie


Wie oft heirateten einander Vettern und Cousinen des Namens v. Bassewitz? Soweit es sich den Familienunterlagen entnehmen läßt, fand dies fünfmal statt, und zwar in folgenden Fällen:

I. Levin Jürgen v. Bassewitz (+1713, auf Glambeck, Ältere Mecklenburgische Linie) heiratete in zweiter Ehe Hippolyta Magdalene v. Bassewitz a.d.H. Hohenluckow. Aus dieser Ehe ging der königlich-preußische Obrist Karl Ludwig v. Bassewitz (1710-1774, auf Denkwitz) hervor, der Stammvater der Schlesischen Linie wurde.

II. Joachim Otto v. Bassewitz (1686-1733), auf Dalwitz, ein jüngerer Bruder des ersten Grafen v. Bassewitz, heiratete Catharina Elisabeth v. Bassewitz in erster Ehe. Ein Sohn starb jung (1725-1727).

III. Ludolf Friedrich v. Bassewitz (1693-1735, Wendische Hauptlinie, älterer adliger Zweig), auf Lühburg, heiratete Magdalena Silvia v. Bassewitz. Einer ihrer Söhne, Joachim Ludolf (1721-1786), war in Ansbach als Kammerjunker tätig und verfaßte dort jahrelang Tagebücher unter dem Titel "Nachrichten zum Leben des J.L.v.B." in einer stattlichen Reihe von schweinsledergebundenen Folianten. Auf seinen Wunsch hin gelangten die Bücher nicht nach Lühburg, so daß sie in die Bibliothek von Schimm gebracht wurden, und von dort aus im Jahr 1930 nach Bristow. Gerettet wurde nur ein einziger Band, Nr. 5, mit "Briefen und Erinnerungen" aus den Jahren 1777/78, der sich noch in Familienbesitz befindet.

IV. Graf Bernhard Matthias v. Bassewitz (1706-1783), der älteste Sohn des ersten Grafen v. Bassewitz, heiratete Sabina Ölgarde v. Bassewitz. Sie hatten keine Kinder.

V. Kurt Hans v. Bassewitz (1762-1847, auf Hohenluckow usw., heiratete seine rechte Cousine Margarethe a.d.H. Schönhof. Im Jahr 1846 erlitt er im Alter von 84 Jahren Konkurs. Mit einem Kutschwagen fuhr er zu seinem Schwiegersohn v. Behr auf Greese (südlich Wismar), wo ihn dann bald der Tod erlöste. Damit war das Gut endgültig verloren. Von den Söhnen in der 16. Generation waren Joachim (1791-1875) mecklenburgischer Oberst und Hans (1806-1872) königlich-preußischer Oberst. Deren jüngster Bruder Heinrich August lebte 1808-1881. In der 17. Generation gab es einen Sohn von Joachim, Ferdinand (*1837), der 1866 als österreichischer Offizier fiel. Ein Sohn von Hans gleichen Vornamens (*1862) hatte auch keine Söhne mehr. Aber mehrere Töchter dieses letzten Hauses Hohenluckow erfreuten sich in Verwandtenkreisen und in ihrer Umgebung großer Zuneigung.



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